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Child in poor air quality

COVID-19 – Antworten eines Atemwegsspezialisten auf Ihre Fragen

Wir haben Professor James Chalmers, Experte für Infektionskrankheiten bei der European Respiratory Society (ERS), Ihre Fragen gestellt [1]. Seine Antworten liefern Ihnen aktuelle, atemwegsspezifische Informationen zu COVID-19. Wenn Sie weitere Fragen zur Atemwegsgesundheit in Verbindung mit dem Ausbruch haben, schreiben Sie bitte an info@europeanlung.org

In vielen Fällen können wir Menschen mit einer Lungenerkrankung denselben Rat geben, ganz gleich, um welche Art der Erkrankung es sich handelt. Sofern in der Frage nicht ganz konkret eine bestimmte Erkrankung genannt wird, trifft die Antwort daher auf die meisten Atemwegserkrankungen zu.

Zusammenfassung der Empfehlungen für Menschen mit einer Lungenerkrankung

  • Allgemein

    Ich habe eine Lungenerkrankung. Habe ich ein höheres Risiko, mich mit COVID-19 zu infizieren, als Personen ohne Lungenerkrankung?

    Nein, jeder und jede kann sich infizieren. Bei Menschen mit vorbestehenden Lungenerkrankungen kann das Risiko allerdings höher sein, dass sich Symptome der Infektion zeigen oder die Infektion einen schweren Verlauf nimmt.

    Bisher hat die Krankheit bei den meisten mit COVID-19 Infizierten einen milden Verlauf genommen, bei einigen verursacht das Virus allerdings eine Infektion des Brustraums / eine Lungenentzündung. Wir wissen noch nicht, ob Menschen mit Lungenerkrankungen nach einer Ansteckung mit COVID-19 für Infektionen des Brustraums anfälliger sind. Dies ist jedoch wahrscheinlich, da dies auch bei anderen Viren wie beispielsweise Grippeviren der Fall ist.

     

    Können Sie ausführlich erklären, welche Menschen mit Atemwegserkrankungen einem hohen Risiko ausgesetzt sind?

    Bei jeder schweren Atemwegserkrankung steigt vermutlich das Komplikationsrisiko. Dies gilt insbesondere für:

    • Schwere COPD
    • Schweres Asthma (d. h. regelmäßiger Bedarf an Steroiden bei Exazerbationen oder Biologika-Behandlung in Form von langfristigen Kortikosteroiden)
    • Bronchiektasie, insbesondere bei häufigen Brustentzündungen
    • Mukoviszidose
    • Jede andere Lungenerkrankung, bei der Sie aufgrund von Atemnot stark eingeschränkt sind (und beispielsweise aufgrund der Atemnot nicht das Haus verlassen können) oder eine Sauerstoff-Langzeittherapie benötigen
    • Lungenkrebs, der aktuell aktiv ist und mit einer Chemo- oder Strahlentherapie behandelt wird

    Es gibt hunderte verschiedene Lungenerkrankungen. Es ist unmöglich, hier alle aufzuzählen. Wichtiger Hinweis: „Hohes Risiko“ oder auch „Risikogruppe“ bedeutet, dass bei Ihnen das Komplikationsrisiko bei einer COVID-19-Erkrankung leicht höher als bei anderen Menschen ist. Sollten Sie sich anstecken, besteht jedoch weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit milde oder symptomlos verläuft.

     

    Ich habe eine Lungenerkrankung. Sollte ich irgendwelche zusätzlichen Maßnahmen ergreifen, um mein Ansteckungsrisiko zu senken?

    Folgen Sie den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden Ihres Landes. Diese Empfehlungen unterscheiden sich leicht von Land zu Land in Abhängigkeit von den jeweiligen Fallzahlen.

    Es gibt Dinge, auf die wir alle achten sollten, um das Ansteckungsrisiko zu reduzieren. Wenn Sie eine Lungenerkrankung haben, ist Folgendes wichtig:

    • Vermeiden Sie den Kontakt mit kranken Personen. Bitten Sie erkrankte Freunde oder Verwandte, Sie nicht zu besuchen, und halten Sie mindestens 2 Meter Abstand zu kranken Personen, denen Sie in der Öffentlichkeit begegnen.
    • Berühren Sie Ihren Mund, Ihre Nase und Ihre Augen nicht mit ungewaschenen Händen, sofern es sich vermeiden lässt.
    • Waschen Sie Ihre Hände gründlich, wenn Sie Oberflächen angefasst haben, die kontaminiert sein könnten. Waschen Sie Ihre Hände 20 Sekunden lang mit warmem Wasser und Seife.
    • Nehmen Sie Ihre gewohnten Medikamente weiter ein und setzen Sie die bisherige Behandlung fort, damit Ihre Lunge so gesund wie möglich bleibt.

     

    Sollte ich mich in häusliche Quarantäne begeben, um eine Ansteckung mit dem Virus zu vermeiden?

    Häusliche Quarantäne bedeutet, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben und den Kontakt mit anderen zu vermeiden. Die Empfehlungen zur häuslichen Quarantäne unterscheiden sich derzeit von Land zu Land, doch die folgenden vernünftigen Maßnahmen empfehlen sich in allen europäischen Ländern:

    • Wenn Sie Symptome wie Fieber, Husten oder eine Infektion des Brustraums haben, sollten Sie sich in häusliche Quarantäne begeben.
    • Wenn Sie keine Symptome haben, vermeiden Sie den Kontakt zu kranken Personen, auch wenn sie „nur eine leichte Erkältung“ haben.
    • Bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause und arbeiten Sie auch von zu Hause aus, falls Ihre Tätigkeit dies zulässt.
    • Falls Sie in einer Region mit einer hohen Zahl von COVID-19-Infektionen leben, kann eine noch strengere Quarantäne verlangt werden (wie derzeit in Norditalien).

     

    Ist es sicher, sich außerhalb des Hauses aufzuhalten, sofern ich größere Menschenansammlungen meide – kann ich also beispielsweise in den Park oder spazieren gehen?

    Ja. Die Ansteckung erfolgt durch Kontakt mit Menschen, die infiziert sind. Es ist also unproblematisch, alleine nach draußen zu gehen. Wichtig ist, den Kontakt mit möglicherweise erkrankten Personen zu vermeiden. Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern wurden in ganz Europa abgesagt, Sie sollten somit an keinen Veranstaltungen oder Treffen teilnehmen, bei denen eine größere Anzahl Menschen anwesend ist.

     

    Besteht bei Menschen mit Atemwegserkrankungen, die sich mit COVID-19 infizieren, ein höheres Sterberisiko?

    Bisher hat sich gezeigt, dass das Sterberisiko bei alten Menschen und Personen mit vorbestehenden Erkrankungen – darunter auch Lungenerkrankungen – höher ist. Hier muss aber betont werden, dass bisher die meisten Patienten nach einem milden Krankheitsverlauf vollständig genesen sind. Das bezieht sich auch auf Patienten mit einer vorbestehenden Atemwegserkrankung.

     

    Aufgrund meiner Erkrankung habe ich immer wieder einen trockenen Husten und Fieber. Lassen sich diese Symptome von den COVID-19-Symptomen unterscheiden?

    Nein. Die Symptome von COVID-19 sind nicht spezifisch für die Erkrankung, weshalb die meisten Menschen, die auf das Virus getestet werden, nicht infiziert sind. Der Husten und das Fieber dieser Menschen haben eine andere Ursache.

    Wenn Ihr Husten und Ihr Fieber typisch für Ihre Grunderkrankung sind und Sie sich nicht so krank fühlen, dass eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich ist, sollten Sie sich in häusliche Quarantäne begeben, bis die Symptome abgeklungen sind.

     

    Sollte ich eine Maske tragen, um mich vor dem Virus zu schützen?

    Allgemein wird das Tragen einer Maske nur Menschen empfohlen, bei denen sich Symptome zeigen (wie Husten oder Fieber) oder die eine Person mit entsprechenden Symptomen betreuen oder pflegen.

    Atemwegserkrankten werden Masken nicht empfohlen, da sie das Atmen erschweren können. Wenden Sie sich an Ihren Arzt / Ihre Ärztin, wenn Sie an einer Atemwegserkrankung leiden und Angst vor einer Ansteckung mit COVID-19 haben.

    Um Lieferengpässe bei Gesichtsmasken zu vermeiden, ist es wichtig, dass Masken nur da eingesetzt werden, wo sie benötigt werden. Wenn Sie eine Maske tragen müssen, achten Sie bitte darauf, diese ordnungsgemäß zu verwenden und zu entsorgen.

    Die Weltgesundheitsorganisation hat hierzu nützliche Informationen bereitgestellt. 

     

    Kann ich mich bei meinem Haustier mit COVID-19 anstecken?

    Bisher ist noch kein Fall bekannt, in dem sich ein Mensch bei einem Tier, das den gängigen Haustierarten zuzuordnen ist, wie z. B. einer Katze oder einem Hund, mit dem Virus angesteckt hat.

     

    Meine Nachbarn rauchen oft im Garten und bei geöffneten Fenstern steigt der Rauch in meine Wohnung. Kann COVID-19 über ausgeatmeten Rauch übertragen werden?

    Es gibt keine Belege dafür, dass COVID-19 durch Rauch übertragen werden kann. Menschen mit einer Lungenerkrankung können jedoch durch Passivrauchen auf andere Weise geschädigt werden. Ggf. sollten Sie die Fenster schließen, wenn Ihre Nachbarn rauchen.

     

    In den Nachrichten heißt es, dass ältere Menschen und „Menschen mit einer Vorerkrankung“ am stärksten durch COVID-19 gefährdet sind. Sind mit „Menschen mit einer Vorerkrankung“ ebenfalls ältere Menschen gemeint oder bezieht sich dies auf Menschen jeden Alters?

    Die meisten Menschen, die den Berichten aus China und anderen Ländern zufolge an COVID-19 gestorben sind, waren 80 Jahre oder älter und litten an einer fortgeschrittenen Herz- oder Lungenerkrankung. Bei ihnen lag eine Kombination der Risikofaktoren Alter und Vorerkrankung vor. Sowohl bei den meisten älteren Menschen als auch bei den meisten Menschen mit Vorerkrankung traten durch die Virusinfektion nur leichte Symptome auf und es kam zu einer vollständigen Genesung.

     

    Ich wurde dieses Jahr gegen Grippe geimpft. Bin ich dadurch immun gegen das neuartige Virus?

    Die Grippeimpfung schützt nur vor Grippe (Influenza-Virus), nicht jedoch vor COVID-19. Es gibt keine Impfung gegen COVID-19 und es ist unwahrscheinlich, dass es während der aktuellen Pandemie einen Impfstoff geben wird.

     

    Was wird getan, um die am stärksten gefährdeten Menschen (ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankung) zu schützen?

    Um ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankung zu schützen, haben die meisten europäischen Länder zu „sozialer Distanzierung“ aufgerufen und Maßnahmen zur Anordnung einer häuslichen Quarantäne eingeführt. Dies bedeutet, dass Menschen gebeten werden, mehr als üblich zu Hause zu bleiben, auf Handhygiene zu achten und in der Öffentlichkeit Abstand zu anderen Personen zu halten, um eine Übertragung zu vermeiden.

     

    Wie gehen europäische Organisationen mit der Situation um?

    Der Fokus des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten liegt darauf, eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Dies soll erreicht werden, indem im Verdachtsfall möglichst frühzeitig getestet wird, um Krankheitsfälle zu identifizieren, und indem die Bereitschaft der entsprechenden Stellen und die Umsetzung bestimmter Maßnahmen auf persönlicher Ebene (z. B. Händewaschen) sichergestellt werden, um die Auswirkungen der Infektion einzudämmen.

    Die ERS und PREPARE haben gemeinsam eine Reihe an Webinaren zu COVID-19 erstellt, die Sie hier abrufen können.

     

    Sollte ich zur Vorbeugung von COVID-19 Wasserdampf inhalieren?

    Es besteht kein Grund zu der Annahme, dass Wasserdampf bei COVID-19 hilft oder schadet.

     

    Welche Atmungsübungen können hilfreich sein, wenn man an COVID-19 erkrankt ist?

    Es gibt keine spezifischen Atmungsübungen, die bei COVID-19 helfen. Wenn Sie an Bronchiektasie oder einer anderen Lungenerkrankung leiden, die regelmäßige Atemübungen zur Reinigung der Atemwege erforderlich macht, sollten Sie diese auch weiterführen, wenn Sie an COVID-19 erkranken.

     

    Woher weiß man, dass ein an COVID-19 erkrankter Mensch nicht mehr ansteckend ist? Ist es sinnvoll, sich soweit möglich aus dem Weg zu gehen, wenn ein Familienmitglied mit COVID-19 aus dem Krankenhaus zurückkehrt?

    Bei der Entlassung aus dem Krankenhaus sollten das betreffende Familienmitglied und Sie als Angehörige darüber aufgeklärt werden, wie Sie sich nun verhalten müssen.

    Im Allgemeinen sind Erkrankte nicht mehr infektiös, wenn sie keine Symptome mehr haben und es mindestens zwei Wochen her ist, dass sich die ersten Symptome bei ihnen gezeigt haben. Wenn bei der Entlassung noch ein Übertragungsrisiko besteht, werden Sie darüber informiert, wie Sie sich zu Hause bestmöglich schützen können. Wichtig ist es unter anderem, jederzeit einen Abstand von 2 m zu wahren, und, wenn möglich, nicht das Bett zu teilen und nicht das gleiche Bad zu nutzen.

     

    Ich gehöre zu einer Hochrisikogruppe. Wie sollte ich mich verhalten, wenn die Vorgaben für das sogenannte Social Distancing gelockert werden?

    Wenn die Vorgaben gelockert werden, wird es spezielle Empfehlungen für besonders gefährdete Personen geben. Möglicherweise gelten die Lockerungen in einem ersten Schritt nur für jüngere Menschen und Menschen ohne Vorerkrankungen, die mit einer besonderen Gefährdung einhergehen.

     

    Bei mir steht demnächst ein Spirometrie-Test an. Besteht dabei ein Übertragungsrisiko?

    In vielen Ländern werden derzeit keine Spirometrie-Tests durchgeführt, da während des Tests das Risiko besteht, dass sich das beteiligte Personal ansteckt.

    Als Patient/in sind Sie bei einem Spirometrie-Test keinem Übertragungsrisiko ausgesetzt. Für den Umgang mit Spirometrie-Geräten gelten ohnehin hohe hygienische Anforderungen und derzeit werden überall dort, wo Spirometrie-Tests durchgeführt werden, Maßnahmen zur Vermeidung einer Virusübertragung umgesetzt. Die größte Gefahr besteht darin, sich bei anderen anzustecken, also auf dem Weg zur Praxis / zum Labor und bei der Rückkehr nach Hause. Daher ist es wichtig, jederzeit zwei Meter Abstand zu anderen Personen zu halten.

     

    Verwandelt sich der trockene Husten im Laufe der Erkrankung in einen schleimigen Husten?

    Meistens ist dies nicht der Fall, für gewöhnlich leiden an COVID-19 Erkrankte während des gesamten Verlaufs an trockenem Husten. Eine von fünf infizierten Personen entwickelt jedoch einen schleimigen Husten Personen, die an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) oder Bronchiektasie leiden, sind häufiger betroffen. Grünes Sputum kann darauf hindeuten, dass Sie mit einem Antibiotikum behandelt werden müssen. Wenden Sie sich in diesem Fall an Ihren Arzt / Ihre Ärztin.

     

    Mancherorts wurde das Social Distancing gelockert und immer mehr Menschen kehren an ihren Arbeitsplatz zurück. Ist es für Angehörige einer Hochrisikogruppe vor diesem Hintergrund ratsam, sich von Familienmitgliedern fernzuhalten, die nun wieder mehr unterwegs sind, selbst wenn diese Maske tragen?

    Die Empfehlungen in den einzelnen Ländern weichen leicht voneinander ab. Bitte folgen Sie soweit möglich den Vorgaben der lokalen Behörden. Solange es in Ihrer Umgebung/Stadt COVID-19-Fälle gibt, ist es generell ratsam, den Kontakt auf eine möglichst kleine Gruppe an Menschen zu beschränken, um das Infektionsrisiko zu reduzieren.

     

    Gibt es Lungenkrankheiten, die bei einer Erkrankung mit COVID-19 einen milderen Verlauf vermuten lassen?

    Darüber ist nichts bekannt. Es überrascht jedoch, wie gering der weltweite Anteil von Menschen mit Krankheiten wie Bronchiektasie und Mukoviszidose an der Gruppe der an COVID-19 Erkrankten mit schwerem Verlauf ist. Es wird vermutet, dass eine vorbestehende Lungeninfektion vor einem schweren Verlauf von COVID-19 schützt, dabei handelt es sich zum jetzigen Zeitpunkt jedoch um eine reine Vermutung.

    Wahrscheinlicher ist es, dass die weltweit geringe Infektionsrate bei Lungenerkrankten darauf zurückzuführen ist, dass sich Angehörige dieser Personengruppe am effektivsten schützen, da sie es gewohnt sind, auf eine gute Handhygiene zu achten und den Kontakt zu Infizierten zu vermeiden.

     

    Können Angstzustände ähnliche Symptome auslösen wie COVID-19, zum Beispiel Schmerzen im Brustraum?

    Lassen Sie Phänomene wie Schmerzen im Brustraum immer medizinisch abklären, da sie zwar auch durch Angstzustände ausgelöst werden, aber auch auf potenziell schwere Gesundheitsprobleme hinweisen können.

    Angstzustände sind sehr komplex und können sich in Form von Atemnot, Schmerzen im Brustraum und anderen Symptomen äußern, die für COVID-19-Symptome gehalten werden könnten. Momentan verspüren viele Menschen Angst und das ist nachvollziehbar. Wenn Sie Symptome an sich bemerken, sollten Sie diese nicht als Ausdruck von Angst abtun, sondern bis zur endgültigen Klärung davon ausgehen, dass es sich um COVID-19-Symptome handeln könnte. Das bedeutet, dass Sie sich in häusliche Quarantäne begeben und sich testen oder – bei schweren Symptomen – behandeln lassen sollten.

  • Beruf und Arbeit

    Ich arbeite mit stark gefährdeten Menschen (in einer Schule, in einer Pflegeeinrichtung, im Gesundheitswesen), die Menschen, mit denen ich arbeite, sind durch COVID-19 einem sehr hohen Risiko ausgesetzt. Ich mache mir Sorgen, dass ich sie anstecken könnte, selbst wenn ich mich selbst gesund fühle. Was soll ich tun?

    Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber. Die jeweilige Herangehensweise hängt immer von den Rahmenbedingungen ab, daher können wir ohne genauere Informationen keinen definitiven Rat erteilen. Ganz allgemein lässt sich folgender Rat erteilen, wenn Sie Kontakt zu Personen haben, die durch COVID-19 einem hohen Risiko ausgesetzt sind:

    • Das Virus kann von Personen übertragen werden, die keine Symptome zeigen. Schützen Sie daher sich und andere, reduzieren Sie physischen Kontakt auf ein Minimum. Sofern möglich: Halten Sie immer einen Abstand von 2 m zu Ihren Mitmenschen ein. Wenn Sie in der Pflege tätig sind, ist das nicht möglich. Reduzieren Sie den Kontakt so stark wie möglich.
    • Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife (verwenden Sie Händedesinfektionsmittel, wenn Sie keine Seife zur Hand haben).
    • Vermeiden Sie nach Möglichkeit, sich ins Gesicht, an den Mund, die Augen oder die Nase zu fassen.
    • Vermeiden Sie konsequent den Kontakt zu Menschen mit Symptomen von Fieber, Husten oder einer Virusinfektion (falls Sie Kontakt hatten, informieren Sie unverzüglich Ihren Arbeitgeber).

     

    Ich habe bei meiner Arbeit sehr viel Kontakt zu anderen Menschen (Schule, Gesundheitswesen usw.). Ich habe eine Atemwegserkrankung und bin daher einem hohen Risiko ausgesetzt, falls ich mich mit COVID-19 infiziere. Was soll ich tun?

    Fragen Sie Ihren Arbeitgeber oder das zuständige Gesundheitsamt, ob Sie sich in häusliche Quarantäne begeben sollen.

     

     

    Ich habe eine Lungenerkrankung. Habe ich Anspruch auf staatliche Unterstützung, wenn ich aufhören muss, zu arbeiten?

    Diese Frage können wir nicht beantworten, da die Antwort in jedem europäischen Land anders ausfallen würde. Wenden Sie sich an Ihren Arbeitgeber oder die zuständige staatliche Behörde.

     

    In meiner Firma gilt folgende Regel: Menschen mit einer Erkrankung, d. h. die einer Risikogruppe angehören, sollten von zu Hause aus arbeiten. Unter welchen Umständen bin ich Teil einer solchen Risikogruppe?

    Jedes Land hat diesbezüglich seine eigenen Regelungen getroffen. Informieren Sie sich bei den offiziellen Stellen Ihres Landes. Vermutlich werden unter anderem folgende Kriterien genannt:

    • Menschen ab 70 Jahren (unabhängig von einer Vorerkrankung)
    • Menschen unter 70 Jahren mit einer der nachstehend genannten Vorerkrankung (d. h. alle erwachsenen Personen, die aus medizinischen Gründen jedes Jahr eine Grippeimpfung erhalten):

    - Chronische (langfristige) Atemwegserkrankungen, u. a. Asthma, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Emphysem oder Bronchitis
    - Chronische Herzerkrankung, u. a. Herzinsuffizienz
    - Chronische Nierenerkrankung
    - Chronische Lebererkrankung, u. a. Hepatitis
    - Chronische neurologische Erkrankungen, u. a. Parkinson, Motoneuron-Erkrankung, Multiple Sklerose (MS), Lernstörung, Zerebralparese
    - Diabetes
    - Probleme mit der Milz (z. B. Menschen, die unter Sichelzellenanämie leiden oder deren Milz entfernt wurde)
    - Geschwächtes Immunsystem infolge von Erkrankungen wie HIV oder AIDS, infolge der Einnahme von Steroiden oder einer Chemotherapie
    - Starkes Übergewicht (Body Mass Index (BMI) von mindestens 40)

    • Schwangere

    Diese Liste stammt von der Infoseite der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England.

     

     

    Ein Familienmitglied gehört zur Risikogruppe. Ich arbeite risikotechnisch gesehen an vorderster Front (Krankenhaus, Pflegeeinrichtung, Gefängnis, Schule). Ich mache mir Sorgen, dass ich bei meiner Arbeit mit Patienten krank werde und genau dieses Familienmitglied anstecke. Was soll ich tun?

    Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber. Am wichtigsten sind gute Handhygiene, angemessene Schutzkleidung bei Kontakt zu Patienten mit einer bestätigten oder vermuteten COVID-19-Erkrankung und soziale Distanzierung. Damit sinkt sowohl für Sie als auch für Ihr Familienmitglied das Risiko, sich zu infizieren.

     

    Ich bin eine Pflegekraft. Ich habe Bronchiektasie und Asthma. Ich arbeite in einer chirurgischen Intensivstation, die jetzt zum COVID-19-Zentrum des Krankenhauses umfunktioniert wurde. Sollte ich eine N95-Maske verlangen?

    Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber über Ihre Bronchiektasie und Ihr Asthma. In manchen Krankenhäusern werden Menschen der Risikogruppe für andere Aufgaben eingesetzt, sodass sie nicht mehr direkten Kontakt zu COVID-19-Patienten haben. Das ist nicht überall so. Ob Sie unter solchen Bedingungen arbeiten sollten, hängt von der Schwere Ihrer Lungenerkrankung ab. Sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber.

    Zu der konkreten Frage nach der Maske: Befolgen Sie die lokalen Infektionsschutzleitlinien. Wegen Ihrer Lungenerkrankung müssen Sie keine andere Maske tragen.

  • Reisen

    Mein Partner muss für eine Behandlung seiner Erkrankung nach London fliegen. Was können wir tun, damit er geschützt ist?

    Menschen mit einer Vorerkrankung sollten so wenig wie möglich reisen und nur zwingend notwendige Reisen unternehmen. Falls die Reise in dem genannten Fall notwendig ist, sollten Sie die oben beschriebenen Maßnahmen befolgen und insbesondere während der gesamten Reise auf die Handhygiene achten.

     

    Sollte ich öffentliche Verkehrsmittel vermeiden? / Was ist in der aktuellen Situation das beste Verkehrsmittel?

    Patienten mit einer vorbestehenden Lungenerkrankung empfehlen wir, Reisen so weit wie möglich einzuschränken. Wenn Sie öffentliche Verkehrsmittel wie Bus oder Bahn nutzen müssen, lässt sich das Ansteckungsrisiko am besten verringern, indem Sie Ihre Hände vor und nach der Reise gründlich waschen, Ihr Gesicht, Ihre Nase und Ihre Augen nicht berühren und zu anderen Fahrgästen nach Möglichkeit mindestens 2 Meter Abstand halten.

    Am besten sind diejenigen öffentlichen Verkehrsmittel, die die wenigsten Fahrgäste haben oder in denen Ihr Kontakt zu möglicherweise erkrankten Personen eingeschränkt ist. Uns ist jedoch bewusst, dass einige Reisen unumgänglich sind.

  • Kinder

    Muss ich mir Sorgen machen, wenn ich meine Kinder in die Schule schicke?

    Viele europäische Länder haben inzwischen wegen des Ausbruchs der Infektion die Schulen geschlossen. Falls in Ihrem Land die Schulen noch nicht geschlossen sind, raten wir Ihnen, den Empfehlungen der Schule und der zuständigen Behörden zu folgen. Kinder können sich mit COVID 19 infizieren, die Erkrankung verläuft bei ihnen jedoch meist mild. Bevor Sie sich entscheiden, Ihr Kind nicht mehr zur Schule zu schicken, sollten Sie mit der Schule über die Risiken für Ihr Kind und die Risiken für Sie als jemand, der eine Lungenerkrankung hat, sprechen.

    Sollte es in einem Land zu einer großflächigen Übertragung und einer rasanten Ausbreitung der Viruserkrankung kommen, kann den Schulen in betroffenen Regionen zur Schließung geraten werden.

     

    Mein Kind hat eine Lungenerkrankung. Wie kann ich es schützen?

    Wenn Ihr Kind alt genug ist, achten Sie darauf, dass es weiß, wie es sich richtig die Hände wäscht und dass es seinen Mund, seine Nase und seine Augen nicht mit ungewaschenen Händen berühren darf. Ziehen Sie Maßnahmen zur „sozialen Distanzierung“ in Betracht, beispielsweise den Verzicht auf die Teilnahme an bestimmten außerschulischen Aktivitäten oder an sonstigen Veranstaltungen, bei denen Ihr Kind Kontakt zu vielen Menschen hätte.

    Vor allem ist zu beachten, dass die Viruserkrankung bei Kindern zwar meist mild verläuft, jedoch bei Kindern, deren Lungenerkrankung nicht unter Kontrolle ist, zu Problemen führen könnte. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind die vom Arzt verordnete Therapie, etwa die Verwendung eines Inhalators zur Vorbeugung von Asthmaanfällen, wie gewohnt fortführt, um so das Risiko einer Komplikation im Falle einer Ansteckung zu verringern.

     

    Ich habe Kinder und ich leide an einer Lungenerkrankung. Was sollte ich tun, um mich zu schützen?

    Sowohl Sie als auch Ihre Kinder sollten sich während des ganzen Tages regelmäßig 20 Sekunden lang die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen – besonders, wenn Ihr Kind aus der Schule nach Hause kommt (falls zutreffend) und vor dem Essen. Sie und Ihre Kinder sollten den Kontakt zu Kranken und zu Menschen, die Kontakt zu möglicherweise mit COVID-19 infizierten Personen hatten, vermeiden.

     

    Mein Kind leidet an regelmäßig wiederkehrender obstruktiver Bronchitis. Sollten wir es zu Hause behalten?

    Es ist schwer, hier eine pauschale Aussage zu treffen. Menschen mit schweren Lungenerkrankungen wird geraten, sich weitestgehend abzuschirmen, also soweit wie möglich zu Hause zu bleiben. Wenn Sie oder Ihr Kind zu dieser Personengruppe gehören/gehört, sollten Sie von staatlicher Seite oder von Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin bereits entsprechende Informationen erhalten haben. Bitte nehmen Sie mit ihm/ihr Kontakt auf, wenn Sie befürchten, wichtige Informationen nicht erhalten zu haben.

  • Medikamente

    Ich verwende einen Inhalator. Ist eine Infektion über den Inhalator möglich? Wie kann ich das vermeiden? Sollte ich einen neuen Inhalator verwenden oder genügt es, meinen bisherigen Inhalator zu reinigen?

    Ihr Inhalator sollte ausschließlich von Ihnen selbst verwendet werden. Er sollte sauber gehalten und an einem sicheren Ort außerhalb der Reichweite anderer Personen aufbewahrt werden. Auf diese Weise vermeiden Sie, dass der Inhalator zu einem Infektionsherd wird. Sie müssen sich keinen neuen Inhalator besorgen.

     

    Können meine Medikamente infiziert sein, wenn sie in einem Land mit vielen COVID-19-Fällen hergestellt werden?

    Nein. Arzneimittel werden unter Einhaltung sehr hoher, streng kontrollierter Hygienestandards hergestellt.

    Selbst wenn diese Kontrollsysteme aus irgendeinem Grund ausfallen sollten, können die Viren nicht über längere Zeit auf Oberflächen wie Karton (zur Herstellung von Arzneimittelpackungen) oder Kunststoff (zur Herstellung von Geräten wie Inhalatoren) überleben. Daher wären die Viren bis zu dem Zeitpunkt, an dem das Medikament aus dem fraglichen Land in die Apotheke geliefert und an Sie abgegeben wird, abgestorben.

     

    Kann ich meine normale Medikamentendosis erhöhen, um mich vor COVID-19 zu schützen?

    Es ist sehr wichtig, dass Sie Ihre gewohnte Behandlung während der COVID-19-Pandemie nicht verändern. Sie erhalten eine Behandlung, damit Ihre Lunge gesund bleibt, und Änderungen Ihrer Medikation, die nicht von einem Arzt empfohlen wurden, könnten Sie einem höheren Risiko aussetzen, dass es bei Ihrer Lungenerkrankung zu einem Schub kommt. Das Gesundheitswesen vieler Länder dürfte in den nächsten Monaten an seine Grenzen stoßen. Indem jeder und jede dafür sorgt, dass er bzw. sie so gesund wie möglich bleibt, trägt er bzw. sie dazu bei, die Belastung für Ärztinnen und Ärzte und Krankenhäuser zu verringern.

    Bitte nehmen Sie alle Ihre Medikamente wie verordnet ein.

     

    Besteht Grund zu der Sorge, dass Medikamente knapp werden könnten?

    Es wird alles unternommen, um die Versorgung mit wichtigen Medikamenten aufrechtzuerhalten. Es gibt keinen Grund zur Sorge. Die Europäische Arzneimittel-Agentur überwacht die Situation und hat bislang keine Engpässe bei wichtigen Medikamenten gemeldet.

     

    Besteht für Asthmapatienten, die eine Anti-IL5- oder ähnliche Therapie zur Verringerung der Anzahl der Eosinophilen erhalten, ein höheres Risiko? Sollten sie die Therapie abbrechen oder verändern?

    Sie dürfen Ihre Asthmamedikamente aufgrund von Sorgen wegen COVID-19 weder absetzen noch deren Dosierung ändern. Anderenfalls könnte sich Ihre Asthmakontrolle unter Umständen verschlechtern, sodass eine ärztliche Behandlung oder ein Krankenhausaufenthalt erforderlich werden könnte.

    Eine Anti-IL-5-Therapie sollte keinen Einfluss auf das Risiko einer Ansteckung mit COVID-19 haben, und die Fortführung der Therapie könnte theoretisch das Risiko senken, im Falle einer Ansteckung mit dem Virus einen Asthmaanfall zu erleiden.

     

    Ich habe Bedenken, meine gewohnten Medikamente bei Lungeninfektionen (Prednisolon und Doxycyclin bei Lungeninfektionen) einzunehmen, da ich gehört habe, dass diese möglicherweise den Krankheitsverlauf bei COVID-19 verschlimmern. Was soll ich tun?

    Sie wurden falsch informiert. Bisher gibt es keine Belege, dass Prednisolon und Doxycyclin den Krankheitsverlauf bei COVID-19 verschlimmern können. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollen Steroide weiterhin bei COPD-Patienten eingesetzt werden, bei denen durch COVID-19 akute Verschlechterungen (Exazerbationen) auftreten. Die Gabe von Antibiotika ist Teil der Standardbehandlung, wenn COVID-19-Patienten stationär behandelt werden.

    Falls Sie Verschlechterungen bemerken, sollten Sie daher den Rat Ihres Arztes befolgen und Ihre Medikamente einnehmen.

     

    Welchen Rat haben Sie für Patienten, die mit Omalizumab/Xolair behandelt werden?

    Grundsätzlich ist es wichtig, dass Sie Ihre gewohnte Asthmabehandlung, u. a. die Gabe von Omalizumab, fortsetzen, um Asthmaanfälle während der Coronavirus-Pandemie zu vermeiden.

    Wenn Sie mit Xolair behandelt werden, leiden Sie laut Definition unter schwerem Asthma. Befolgen Sie daher die Ratschläge Ihres Landes für Patienten mit schwerem Asthma.

     

    Ich nutze den Fostair-/Salamol-Inhalator. Ich habe vor Kurzem gehört, dass ich mich die nächsten 12 Wochen in häusliche Quarantäne begeben soll, da ich als Asthmapatient, der Steroide einnimmt, einem höheren Risiko ausgesetzt bin.

    Falls Sie diesen Rat von einem Arzt erhalten haben, befolgen Sie ihn.

     

    Ich nehme Antihistaminika ein. Ist mein Risiko höher, falls ich an COVID-19 erkranken sollte?

    Nein, es gibt keine Belege dafür, dass Histamin mit der Reaktion des Körpers auf COVID-19 in Verbindung steht, und daher auch keinen Grund, ein höheres Risiko durch Antihistaminika anzunehmen.

     

    Ich war an COVID-19 erkrankt und habe gegen die Entzündungssymptome Dexamethason verschrieben bekommen. Nun habe ich aber gelesen, dass entzündungshemmende Medikamente COVID-19 verschlimmern können. Sollte ich das Medikament absetzen?

    Ihr Arzt / Ihre Ärztin hat Ihnen dieses Medikament sicher aus guten Gründen verschrieben, Sie sollten es also den Anweisungen gemäß einnehmen. Setzen Sie ein Medikament nie ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin ab.

    Bislang gibt es keine Belege dafür, dass die Einnahme von Steroiden zu einer Verschlechterung des Krankheitszustands führen kann. Ob sie vielleicht sogar zu Besserungen führt, wird derzeit in einigen Studien untersucht.

  • Arzttermine

    Ich habe COVID-19-Symptome. Soll ich mich testen lassen?

    Nein. Laut den Gesundheitsbehörden sollten Sie zu Hause bleiben, genauer gesagt, sich in häusliche Quarantäne begeben, wenn es Ihnen gut genug geht. Bei einem Test besteht die Gefahr, dass Sie andere Menschen anstecken. Sie werden nur getestet, wenn Sie stationär aufgenommen werden oder einen Arzt aufsuchen müssen, weil sich Ihr Gesundheitszustand verschlechtert.

     

    Ich habe eine Lungenerkrankung und glaube, an COVID-19 erkrankt zu sein. Was soll ich tun?

    Falls Sie milde Symptome haben und zu Hause zurechtkommen, bleiben Sie auch zu Hause, genauer gesagt, begeben Sie sich in häusliche Quarantäne. Das heißt, dass Sie mindestens 7 Tage lang nicht die Wohnung verlassen. Auf diese Weise besteht keine Gefahr, dass Sie andere Menschen anstecken. Falls Sie mit anderen Menschen zusammenleben, sollten diese mindestens 14 Tage lang die Wohnung nicht verlassen. So lange kann es dauern, bis das Virus tatsächlich ausbricht. Damit besteht das Risiko, dass auch sie andere anstecken, wenn sie sich bei Ihnen infiziert haben.

    Nehmen Sie bei Fieber Paracetamol und setzen Sie die gewohnte Behandlung Ihrer Lungenerkrankung fort. Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich, da Sie bei Fieber dehydrieren können.

    Wenden Sie sich an Ihren Arzt, falls sich die Symptome verschlechtern oder nicht verbessern. Dies läuft von Land zu Land unterschiedlich ab.

     

    Ich weiß, dass ich nicht ins Krankenhaus gehen sollte, wenn ich glaube, infiziert zu sein. Aber wann sollte ich einen Arzt aufsuchen, wenn ich eine vorbestehende Lungenerkrankung habe?

    Wenn Sie glauben, sich mit COVID-19 infiziert zu haben, überlegen Sie, ob Sie die Symptome zu Hause behandeln können. Gegen Fieber hilft Paracetamol und viel trinken. Bei schweren Symptomen oder wenn Sie medizinischen Rat benötigen, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt / Ihre Hausärztin.

     

    Ich glaube, ich bin an COVID-19 erkrankt. Ich habe Atemnot, es fühlt sich an, als wäre meine Lunge zusammengeschnürt. Was soll ich tun? Wie kann ich die Symptome behandeln? Wann sollte ich ins Krankenhaus gehen?

    Stellen Sie sich folgende Frage: „Würde ich bei meinem Zustand ins Krankenhaus gehen, wenn es aktuell kein Coronavirus gäbe?“ Wenn die Antwort „ja“ lautet, sollten Sie einen Arzt aufsuchen und müssen möglicherweise stationär behandelt werden. Die Gründe für eine stationäre Behandlung von COVID-19 sind dieselben wie bei jeder Lungeninfektion. Falls Sie aufgrund von Atemnot zu Hause nicht zurechtkommen, falls sich die Symptome verschlechtern oder nicht verbessern, sollten Sie einen Arzt zu Rate ziehen.

     

    Ich habe eine Lungenerkrankung. Ich habe COVID-19-Symptome und kann keinen Arzt erreichen. Ich bin seit Wochen in häuslicher Quarantäne und habe Angst. Was soll ich tun?

    Sie müssen medizinische Hilfe erhalten. Das ist wichtig. Falls Sie seit Wochen krank sind und keine Besserung eintritt, sollten Sie sich medizinische Hilfe holen.

     

    Aufgrund meiner Erkrankung werde ich meisten noch kränker, wenn ich ins Krankenhaus gehe. Sollte ich einen Krankenhausaufenthalt vermeiden, um das Risiko einer COVID-19-Infektion zu verringern?

    In ganz Europa dürften die Krankenhäuser in den kommenden Monaten wegen der Patienten mit COVID-19 überlastet sein. Falls Sie zu Hause gut zurechtkommen und keine stationäre Behandlung benötigen, vermeiden Sie bitte nach Möglichkeit, ins Krankenhaus zu gehen. Nutzen Sie sofern möglich alternative Angebote, z. B. Apotheken und telefonische Beratungsdienste.

    Dennoch sind die Krankenhäuser natürlich für Sie da, wenn Ihre Erkrankung eine stationäre Behandlung erfordert. Die Krankenhäuser werden sehr strenge Hygienemaßnahmen einhalten, damit Patienten sich im Krankenhaus nicht mit COVID-19 infizieren.

     

    Sollte ich vereinbarte Arzttermine wahrnehmen oder sollte ich Arztbesuche in der Praxis und im Krankenhaus vermeiden?

    Wenn Ihr Krankenhaus weiterhin bereits vereinbarte Termine für ambulante Patienten anbietet, empfiehlt es sich, im Krankenhaus anzurufen und zu fragen, ob Sie den Termin wahrnehmen sollen. Viele Einrichtungen sagen Routinetermine ab oder ersetzen sie durch Telefontermine. Bestimmte Erkrankungen erfordern weiterhin eine persönliche Vorstellung beim Arzt. Sie sollten keine Termine ausfallen lassen, ohne zunächst Ihren Arzt / Ihre Ärztin oder die für Sie zuständige medizinische Fachkraft zu Rate zu ziehen.

    Gehen Sie nur zum Arzt, wenn es wirklich nötig ist.

  • Fragen zu einzelnen Atemwegserkrankungen

    Asthma

    Besteht bei Asthmapatienten ein höheres Risiko, dass Komplikationen auftreten und eine Beatmung erforderlich wird?

    Bislang ist kein Fall von schweren COVID-19-Komplikationen bei Asthmapatienten bekannt. In Großbritannien wurde Mitte März der erste Bericht über Patienten veröffentlicht, die auf der Intensivstation behandelt wurden. Von 196 Patienten hatten nur drei schwere Vorerkrankungen an der Lunge. Diese Zahl ist niedriger als erwartet und deutet darauf hin, dass es sich bei den meisten Patienten, die mit schweren Komplikationen stationär behandelt werden, aktuell nicht um Patienten mit Vorerkrankungen an der Lunge handelt.

     

    Gibt es Asthmapatienten, die an COVID-19 erkrankt waren und heute wieder genesen sind?

    Ja. Bislang wird von sehr wenigen COVID-19-Infektionen bei Asthmapatienten berichtet. Diese bisher betroffenen Patienten sind genesen.

     

    Ich habe Asthma und nutze einen Preventer-Inhalator. Ich weiß, dass der Inhalator Steroide enthält. Ich habe gehört, dass Steroide COVID-19-Symptome verschlimmern können. Was soll ich tun?

    Sie wurden falsch informiert. Asthmapatienten sollten niemals auf ihren Preventer-Inhalator verzichten, es sei denn, ein Arzt hat ihnen dazu geraten. Wenn Sie die Behandlung mit dem Steroid-Inhalator abbrechen, könnte das Komplikationsrisiko bei einer COVID-19-Erkrankung steigen, da Ihr Asthma schlimmer wird. Aktuell gibt es keinen Grund zu der Annahme, dass COVID-19-Erkrankungen aufgrund von Steroiden schwerer verlaufen. Untersuchungen aus China zufolge könnte die Krankheit möglicherweise sogar milder verlaufen. In einer Studie in Großbritannien wird derzeit untersucht, ob Steroide als Behandlungsoption in Frage kommen.

     

    Besteht für Patienten, die eine Anti-IL5- oder ähnliche Therapie zur Verringerung der Anzahl der Eosinophilen erhalten, ein höheres Risiko? Sollten sie die Therapie abbrechen oder verändern?

    Sie dürfen Ihre Asthmamedikamente aufgrund von Sorgen wegen COVID-19 weder absetzen noch deren Dosierung ändern. Anderenfalls könnte sich Ihre Asthmakontrolle unter Umständen verschlechtern, sodass eine ärztliche Behandlung oder ein Krankenhausaufenthalt erforderlich werden könnte.

    Eine Anti-IL-5-Therapie sollte keinen Einfluss auf das Risiko einer Ansteckung mit COVID-19 haben, und die Fortführung der Therapie könnte theoretisch das Risiko senken, im Falle einer Ansteckung mit dem Virus einen Asthmaanfall zu erleiden.

     

    Ich arbeite im Gesundheitsbereich und muss eine Gesichtsmaske tragen. Jetzt stelle ich Asthma-Symptome fest. Gibt es Belege dafür, dass Masken Asthma-Symptome auslösen können?

    Es gibt keine konkreten Belege dafür, dass Masken Asthma-Symptome verschlimmern können, doch die Auslöser für Asthma sind nicht immer offensichtlich und können nicht immer ermittelt werden. Wenn Sie befürchten, dass die Verschlimmerung Ihrer Asthma-Symptomatik mit Ihrer Arbeit in Verbindung steht, sollten Sie sich an Ihren Hausarzt / Ihre Hausärztin bzw. an den betriebsärztlichen Dienst wenden.

     

    Bronchiektasie

    Ich leide an Bronchiektasie. Gibt es etwas Bestimmtes, was ich über COVID-19 wissen sollte?

    Bei Menschen mit Bronchiektasie könnte im Falle einer COVID-19-Infektion ein höheres Komplikationsrisiko bestehen. Hier einige Vorschläge, wie Sie das Infektionsrisiko und im Falle einer Infektion das Komplikationsrisiko senken können:

    • Vermeiden Sie den Kontakt mit kranken Personen. Bitten Sie erkrankte Freunde oder Verwandte, Sie nicht zu besuchen, und halten Sie mindestens 2 Meter Abstand zu kranken Personen, denen Sie in der Öffentlichkeit begegnen.
    • Berühren Sie Ihren Mund, Ihre Nase und Ihre Augen nicht mit ungewaschenen Händen, sofern es sich vermeiden lässt.
    • Waschen Sie Ihre Hände gründlich, wenn Sie Oberflächen angefasst haben, die kontaminiert sein könnten. Waschen Sie Ihre Hände 20 Sekunden lang mit warmem Wasser und Seife.
    • Nehmen Sie Ihre gewohnten Medikamente weiter ein und setzen Sie die bisherige Behandlung fort, damit Ihre Lunge so gesund wie möglich bleibt.
    • Achten Sie bei Bronchiektasie insbesondere darauf, regelmäßig Ihre Übungen zur Reinigung der Atemwege durchzuführen – dadurch wird Schleim aus den Lungen entfernt und damit das Risiko eines Krankheitsschubs (Exazerbation) gesenkt.
    • Wenn bei Ihnen Husten und Fieber auftreten, Sie sich aber ansonsten gut fühlen, versuchen Sie, Ihre Übungen zur Reinigung der Atemwege häufiger durchzuführen und nehmen Sie Paracetamol gegen das Fieber. Wenn es Ihnen schlechter geht, ziehen Sie einen Arzt zu Rate. Wenn Sie zu Hause einen Vorrat an Antibiotika haben, wie es bei vielen Patienten mit Bronchiektasie der Fall ist, so nehmen Sie nur dann ein Antibiotikum ein, wenn die Menge Ihres Sputums (Auswurfs) erhöht ist oder das Sputum sich verfärbt. Antibiotika helfen nicht gegen Viren, bekämpfen jedoch eine bakterielle Infektion.

     

    Ich habe Bronchiektasie. Soll ich mich in häusliche Quarantäne begeben? Besteht bei mir ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf?

    Bei dieser Erkrankung gibt es sehr unterschiedliche Schweregrade (leichte bis schwere Bronchiektasie-Erkrankung). Daher können wir keine allgemeingültigen Empfehlungen abgeben.

    Menschen mit schwerer Bronchiektasie (d. h. die unter häufigen Brustinfektionen leiden und/oder eine langfristige Antibiotika-Prophylaxe erhalten) sollten sich abschirmen, d. h. in den nächsten 12 Wochen die Wohnung nicht verlassen.

    Bei Menschen mit leichter Bronchiektasie (d. h. die nur einen leichten Husten haben und nicht unter häufigen Brustinfektionen leiden) ist möglicherweise soziale Distanzierung ausreichend. Sie sollten also so viel wie möglich zu Hause bleiben, können aber die Wohnung für wichtige Einkäufe oder sportliche Aktivitäten verlassen.

    Uns ist nicht bekannt, ob das Komplikationsrisiko bei Bronchiektasiepatienten höher ist, doch wir raten dazu, auf Nummer sicher zu gehen.

     

    Können sich Bronchiektasiepatienten von einer COVID-19-Erkrankung erholen?

    Ich weiß bislang nur von einem solchen Fall mit einer bestätigten COVID-19-Erkrankung. Der Patient ist wieder genesen. In den bisherigen Studien taucht kein Fall von Bronchiektasie auf. Hoffentlich wird es keinen weiteren Fall geben!

     

    Krebs

    Ich hatte Krebs und wurde mit Chemo- und Strahlentherapie behandelt. Dies ist schon längere Zeit her – bin ich dennoch durch COVID-19 stärker gefährdet?

    Es ist schwer, Aussagen zu einem konkreten Fall zu treffen. Die überwiegende Mehrheit der Menschen, die sich mit COVID-19 infizieren, zeigen – selbst bei einer bestehenden Vorerkrankung – nur leichte Symptome ähnlich wie bei einer Erkältung oder Grippe. Bei Menschen mit einer schweren Herz- oder Lungenerkrankung nimmt die Infektion häufiger einen schweren Verlauf, besonders bei Patienten über 80 Jahren. Eine erfolgreich behandelte Krebserkrankung ist meistens kein Risikofaktor für einen schweren Verlauf von Atemwegserkrankungen wie COVID-19.

    Weitere Informationen zu Krebs und COVID-19 finden Sie unter womenagainstlungcancer.eu/emergenza-covid-19/

     

    Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

    Ich habe Bedenken, meine gewohnten Medikamente bei Lungeninfektionen (Prednisolon und Doxycyclin bei Lungeninfektionen) einzunehmen, da ich gehört habe, dass diese möglicherweise den Krankheitsverlauf bei COVID-19 verschlimmern. Was soll ich tun?

    Sie wurden falsch informiert. Bisher gibt es keine Belege, dass Prednisolon und Doxycyclin den Krankheitsverlauf bei COVID-19 verschlimmern können. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollen Steroide weiterhin bei COPD-Patienten eingesetzt werden, bei denen durch COVID-19 akute Verschlechterungen (Exazerbationen) auftreten. Die Gabe von Antibiotika ist Teil der Standardbehandlung, wenn COVID-19-Patienten stationär behandelt werden.

    Falls Sie Verschlechterungen bemerken, sollten Sie daher den Rat Ihres Arztes befolgen und Ihre Medikamente einnehmen.

     

    Welche Risiken sind für Patienten mit einem schweren Lungenemphysem mit COVID-19 verbunden?

    Bei Patienten mit schwerer COPD und Emphysemen gehen wir von einem höheren Komplikationsrisiko bei COVID-19 aus. Das liegt daran, dass COVID-19 eine Lungenerkrankung ist. Wenn die Lunge bereits leicht geschädigt ist, hat sie weniger Möglichkeiten, gegen das Virus zu kämpfen.

     

    Zystische Fibrose

    Ich leide an zystischer Fibrose. Gibt es irgendetwas, was ich jetzt besser unterlassen sollte?

    Folgen Sie den Anweisungen Ihres Arztes / Ihrer Ärztin und beachten Sie die Informationen, die vor Ort in Reaktion auf den COVID-19-Ausbruch ausgegeben werden.

    Wir empfehlen nicht generell allen Menschen mit zystischer Fibrose, sich in häusliche Quarantäne zu begeben, doch es kann sinnvoll sein, so viel wie möglich zu Hause zu bleiben.

    Vermeiden Sie Orte mit einem möglicherweise erhöhten Infektionsrisiko, also beispielsweise größere Menschenansammlungen, besonders in schlecht belüfteten Räumen.

    In Bezug auf den Schulbesuch gibt es derzeit keine pauschalen Empfehlungen. Dies ist von den jeweiligen Umständen vor Ort und den persönlichen Empfehlungen Ihres lokalen Behandlungszentrums für zystische Fibrose abhängig.

    Falls Sie berufstätig sind, empfehlen wir Ihnen, mit Ihrem Arbeitgeber darüber zu sprechen, wie Ihre Arbeitsbedingungen zu Ihrem Schutz sinnvoll angepasst werden können. Ihr lokales Behandlungszentrum für zystische Fibrose kann Sie in diesem Zusammenhang ggf. beraten und unterstützen.

    Die vorstehenden Informationen beruhen auf Empfehlungen des Cystic Fibrosis Trust, die Sie hier finden: https://www.cysticfibrosis.org.uk/news/COVID-19-qa

    Empfehlungen der UK CF Medical Association

     

    Lungentransplantation

    Ich habe ein Lungentransplantat erhalten. Muss ich bestimmte Dinge beachten?

    Wenn Ihr Transplantationsteam bzw. der/die für Sie zuständige Spezialist/in bereits ein bestimmtes Vorgehen festgelegt hat, sollten Sie seinem/ihrem Rat folgen.

    Im Allgemeinen kann man sagen, dass Sie sich in häusliche Quarantäne begeben und bei Ihrem Nachsorgeteam medizinische Unterstützung einholen sollten, wenn Sie Symptome an sich beobachten, die für eine Virusinfektion typisch sind. Falls Sie sich unwohl fühlen und Probleme wie etwa Atemschwierigkeiten feststellen, sollten Sie umgehend einen Arzt / eine Ärztin konsultieren, wie Sie es auch unter anderen Umständen tun würden.

     

    Lungenentzündung

    Ich bin insgesamt gesund, hatte jedoch in der Vergangenheit mehrmals eine Lungenentzündung. Bin ich dadurch stärker gefährdet?

    Nein, zurückliegende Infektionen sind nicht mit einem höheren Risiko verbunden, dass künftige Infektionen schwerer verlaufen, es sei denn, die frühere Infektion war auf andere Erkrankungen zurückzuführen (z. B. eine schwere Herz- oder Lungenerkrankung, Diabetes oder Erkrankungen oder Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken).

     

    TB

    Ich habe Tuberkulose. Die Behandlung ist erfolgreich. Soll ich mich in häusliche Quarantäne begeben?

    Befolgen Sie die in Ihrem Land geltenden Leitlinien. In Großbritannien wird in einem solchen Fall soziale Distanzierung vorgeschrieben. Das ist etwas anderes als häusliche Quarantäne. Sie sollten so viel wie möglich zu Hause bleiben, können aber einmal täglich die Wohnung für Einkäufe und/oder Sport verlassen. Halten Sie Abstand zu allen Personen, die keine Familienmitglieder sind (Mindestabstand von 2 m, wenn Sie sich außerhalb der Wohnung bewegen).

     

    Wie verhält es sich mit Patienten, die gegen TB behandelt werden, im Falle einer Infektion mit COVID-19? Gibt es Leitlinien oder Empfehlungen für eine Behandlung?

    Es ist wichtig, dass Sie Ihre TB-Behandlung auch dann fortsetzen, wenn Sie sich unwohl fühlen. Nehmen Sie Ihre Medikamente weiter ein, sofern Ihr Arzt / Ihre Ärztin nichts anderes verordnet. TB sollte keine Auswirkung auf die Schwere einer COVID-19-Infektion haben. Die Behandlung einer COVID-19-Infektion könnte sich jedoch aufgrund von Wechselwirkungen zwischen TB-Medikamenten und anderen Medikamenten schwieriger gestalten. Daher sollten Sie vor der Einnahme von Medikamenten mit einem Arzt / einer Ärztin oder einem Apotheker / einer Apothekerin sprechen.

     

    Ich hatte Tuberkulose, wurde behandelt und bin genesen. Allerdings ist meine Lunge dauerhaft geschädigt. Bedeutet das für mich ein höheres Risiko, falls ich an COVID-19 erkranke?

    Das ist möglich. Ist die Lunge nach einer Tuberkulose geschädigt, steigt das Risiko einer Brustinfektion. Damit besteht für Sie möglicherweise auch ein leicht höheres Risiko, im Falle einer COVID-19-Erkrankung eine Brustinfektion zu bekommen. Hier jedoch ein wichtiger Hinweis: Bei den meisten Menschen verläuft die Krankheit mit milden Symptomen oder symptomlos, selbst bei einer Vorerkrankung an der Lunge.

     

    Alpha-1-Antitrypsin-Mangel 

    Ich leide unter einem Alpha-1-Antitrypsin-Mangel. Habe ich dadurch ein besonders hohes Risiko, falls ich an COVID-19 erkranke?

    Nicht unbedingt. Bei Menschen mit vorbestehenden Lungenkrankheiten besteht dann ein höheres Komplikationsrisiko, wenn sie unter einer verringerten Lungenfunktion oder starker Atemnot leiden. Wenn der Alpha-1-Antitrypsin-Mangel bei Ihnen nicht zu COPD oder einem ausgeprägten Emphysem geführt hat, gibt es wahrscheinlich keinen Grund zur Sorge. Selbst Personen mit moderater oder schwerer COPD weisen zwar ein höheres Komplikationsrisiko auf, erholen sich im Allgemeinen jedoch gut von COVID-19.

     

    Empfehlen Sie Patienten mit Alpha-1-Antitrypsin-Mangel, die eine Augmentations-/Substitutionstherapie erhalten, für ihre Behandlung weiterhin das Krankenhaus aufzusuchen, oder sollten sie die Behandlung einige Wochen/Monate aussetzen, bis das Infektionsrisiko verschwunden ist?

    Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Ihre Behandlung überlebenswichtig ist oder ob Sie damit warten können, bis die Infektionsraten in Ihrer Region allmählich sinken.

     

    Pneumothorax (Lungenkollaps)

    Ich hatte einen Pneumothorax. Habe ich dadurch ein höheres Risiko, falls ich mit COVID-19 infiziere? Steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ich eine Lungenentzündung bekomme?

    Nein, es sei denn, Sie haben andere Vorerkrankungen. Ein Pneumothorax kann bei vollständig gesunden Menschen auftreten. In diesem Fall besteht für Sie durch das Coronavirus kein höheres Risiko als für andere Menschen. Falls Ihr Pneumothorax als Komplikation von COPD, Mukoviszidose oder einer anderen Lungenerkrankung auftrat, ist diese Vorerkrankung an der Lunge der Risikofaktor.

     

    Ich hatte einen Pneumothorax. Besteht die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Lungenkollapses, falls ich mit COVID-19 infiziere?

    Hierfür gibt es keine Belege. Dass ein Pneumothorax als Komplikation einer Virusinfektion auftritt, kommt selten vor. Es gibt keine Belege, dass Sie aufgrund eines Pneumothorax in der Vergangenheit einem höheren Risiko ausgesetzt sind, es sei denn, Sie haben eine andere Vorerkrankung an der Lunge.

     

    (Idiopathische) Lungenfibrose

    Ich leide an einer (idiopathischen) Lungenfibrose. Habe ich dadurch ein höheres Risiko, falls ich an COVID-19 erkranke?

    Ja, Expertengruppen im Bereich der idiopathischen Lungenfibrose (ILF) zufolge besteht bei Menschen mit dieser Krankheit, die an COVID-19 erkranken, ein höheres Komplikationsrisiko. Wenn Sie an einer idiopathischen Lungenfibrose leiden, sollten Sie also unter allen Umständen vermeiden, sich mit dem Virus zu infizieren. In manchen europäischen Ländern wird Menschen mit IPF geraten, sich abzuschirmen und das Haus für einen Zeitraum von 12 Wochen nur dann zu verlassen, wenn es unbedingt notwendig ist. Doch auch wenn das Risiko höher ist, sollte nicht vergessen werden, dass die meisten Menschen mit IPF, die an COVID-19 erkranken, nach einem milden Verlauf vollständig genesen.

     

    Sonstige Erkrankungen

     

    Ich habe eine Grippe. Muss ich mir jetzt noch mehr Sorgen machen?

    Wenn Sie eine bestätigte Grippeerkrankung (Influenza) haben, besteht kein Grund, sich jetzt noch mehr Sorgen zu machen. Durch die Infektion mit einem bestimmten Virus wird es nicht wahrscheinlicher, sich mit einem anderen Virus zu infizieren.

     

    Ich habe eine Pleuraverdickung. Habe ich dadurch ein höheres Risiko, mich mit COVID-19 zu infizieren?

    Eine Pleuraverdickung hat keine Auswirkung auf die Gefahr einer Ansteckung mit COVID-19 und führt auch nicht zu einer Erhöhung des Komplikationsrisikos, es sei denn, es liegt gleichzeitig eine weitere Herz- oder Lungenerkrankung vor.

     

    Ich habe Pleuritis. Steigt dafür mich das Risiko, falls ich an COVID-19 erkranke?

    Nein, es sei denn, die Ursache Ihrer Pleuritis ist eine andere Vorerkrankung an der Lunge. Ein höheres Risiko besteht bei Lungenerkrankungen, die die Atemwege betreffen oder die Lungenfunktion verringern, z. B. COPD, schweres Asthma, Bronchiektasie, Mukoviszidose, Lungenfibrose oder Lungenkrebs.

     

    Ein Teil meiner Lunge wurde entfernt. Wie wird sich COVID-19 auf mich auswirken?

    Wenn Sie ansonsten gesund sind, besteht kein Grund zu der Annahme, dass eine COVID-19-Infektion bei Ihnen schwerer verlaufen oder mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auftreten wird.

    Das gilt auch für gesunde Menschen mit einer kleineren Lunge (z. B. aufgrund einer Skoliose oder Kyphose). Bei einem eingeschränkten Lungenvolumen hängt das Risiko vom Grad der Einschränkung ab, im Allgemeinen ist das Komplikationsrisiko jedoch nicht signifikant erhöht.

      

    Ich habe eine Lungenembolie. Wie wird sich COVID-19 auf mich auswirken?

    Sofern die Lungenembolie mit Blutverdünnern behandelt wurde und Ihre Sauerstoffwerte normal sind, ist nicht davon auszugehen, dass Sie bei einer COVID-19-Erkrankung einem höheren Komplikationsrisiko ausgesetzt sind.

     

    Ich bin über 70 Jahre alt, habe eine chronisch thromboembolische Lungenerkrankung und nehme dauerhaft Warfarin. Welche Risiken gibt es? Sollte ich 12 Wochen lang die Wohnung nicht verlassen?

    In jedem Land werden andere Empfehlungen ausgesprochen. In Großbritannien beispielsweise müssen Sie aktuell nicht 12 Wochen zu Hause bleiben. Vielmehr sollen Sie auf „soziale Distanz“ gehen, d. h.:

    • Vermeiden Sie Kontakt zu Personen mit Symptomen der Coronavirus-Erkrankung (COVID-19). Symptome sind unter anderem erhöhte Temperatur und/oder neuer und anhaltender Husten
    • Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
    • Arbeiten Sie nach Möglichkeit von zu Hause aus.
    • Meiden Sie große und kleine Menschenansammlungen an öffentlichen Plätzen. Pubs, Restaurants, Freizeitzentren und ähnliche Einrichtungen sind aktuell geschlossen, da sich Infektionen in geschlossenen Räumen mit mehreren Menschen leicht ausbreiten können.
    • Vermeiden Sie persönliche Treffen mit Freunden und Familie. Halten Sie Kontakt mithilfe von Kommunikationstechnologien, beispielsweise über das Telefon, das Internet und die sozialen Medien.
    • Kontaktieren Sie Ihren Hausarzt oder grundlegende Dienste telefonisch oder über das Internet.

    Nur Menschen mit schweren Vorerkrankungen (z. B. Immunschwäche, Krebs, schwere COPD, Asthma und andere Lungenerkrankungen) sollten 12 Wochen lang die Wohnung nicht verlassen. Die chronisch thromboembolische Lungenerkrankung gehört nicht zu diesen Erkrankungen.

     

    Ich habe chronischen Husten. Habe ich dadurch ein höheres Risiko, falls ich mit COVID-19 infiziere?

    Nein. Bei einem chronischen Husten, dessen Ursache nicht eine schwere Lungenerkrankung wie COPD oder Mukoviszidose ist, wird nicht von einem höheren Risiko ausgegangen.

     

    Ich hatte eine VATS und Pleurodese. Besteht bei mir ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf?

    Nein, eine VATS und Pleurodese behandeln die Pleura – das Brustfell. Es gibt keine Belege, dass sich eine COVID-19-Erkrankung auf das Brustfell auswirkt. Daher besteht kein Grund zu der Annahme, dass bei Ihnen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besteht.

     

    Ich habe niedrige IgM-Werte (Immunglobulin M). Welche Risiken bringt das aktuell für mich und meine Familie mit sich?

    Bei niedrigen IgM-Werten, die nicht in Zusammenhang mit niedrigen IgG- (Immunglobulin G) oder IgA-Werten (Immunglobulin A) oder einer anderen Erkrankung stehen, ist nicht davon auszugehen, dass Ihr Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung deutlich höher ist.

     

    Bei meiner Mutter wurde eine Speiseröhrenlähmung diagnostiziert. Wie könnte sich COVID-19 auf sie auswirken? Ist sie damit in der Risikogruppe?

    Zu Einzelfällen lässt sich nur schwer eine Aussage treffen, doch dieser Fall klingt nicht nach einem Risikofaktor für Komplikationen bei einer COVID-19-Erkrankung.

     

    Gilt man mit einer punktierten Lunge als besonders gefährdet?

    Nein, nicht wenn die punktierte Lunge von selbst ausgeheilt ist oder mit einer Thoraxdrainage erfolgreich behandelt wurde. Wenn Ihre Lungen ansonsten gesund sind, ist Ihr Risiko nicht höher als das der Allgemeinbevölkerung.

     

    Ich leide an einer primären ciliaren Dyskinesie (PCD). Habe ich dadurch ein höheres Risiko, falls ich an COVID-19 erkranke?

    Ja, dies wird angenommen, da bei einer primären ciliaren Dyskinesie die Selbstreinigung der Lungen gestört ist und ein schwererer COVID-19-Verlauf somit wahrscheinlicher ist. Aus diesem Grund wird Menschen mit PCD in vielen Ländern geraten, zu Hause zu bleiben, besonders auf eine gute Handhygiene und die Einhaltung der Social-Distancing-Regeln zu achten und keinen Besuch zu empfangen.

     

    Meine Luftröhre ist zu mehr als 50 Prozent verengt. Habe ich dadurch ein höheres Risiko, falls ich an COVID-19 erkranke?

    Pauschale Aussagen zu konkreten Fällen sind schwierig. Ihr Risiko ist möglicherweise höher, wenn Sie wegen dieser Trachealstenose häufig an Infektionen des Brustraums oder an einer verringerten Lungenfunktion leiden. Denken Sie außerdem daran, dass die meisten Menschen, die an COVID-19 erkranken, vollständig genesen – auch dann, wenn sie einer Risikogruppe angehören.

     

    Ich hatte Keuchhusten (Pertussis). Habe ich dadurch ein höheres Risiko, falls ich an COVID-19 erkranke?

    Nein, es sei denn, Sie haben einen dauerhaften Lungenschaden erlitten, beispielsweise in Form einer Bronchiektasie.

     

    Ich habe Zysten in den Lungen. Habe ich dadurch ein höheres Risiko, falls ich an COVID-19 erkranke?

    Wahrscheinlich nicht, es sei denn, die Zysten in Ihren Lungen haben zu einer verringerten Lungenfunktion bzw. einer unter der Norm liegenden Sauerstoffversorgung geführt.

     

    Ich leide unter einer gutartigen metastasierenden Leiomyomatose. Habe ich dadurch ein höheres Risiko, falls ich an COVID-19 erkranke?

    Hierbei handelt es sich um eine seltene Erkrankung, weshalb keine spezifischen Informationen im Zusammenhang mit COVID-19 vorliegen. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass das Risiko bei Menschen höher ist, die bei Lungenfunktionstests sehr niedrige Ergebnisse erzielen, schnell in Atemnot geraten (also zum Beispiel bei einem Spaziergang bereits nach 100 Metern oder weniger eine Pause einlegen müssen) oder häufig an Infektionen des Brustraums leiden. Wenn Sie keine dieser Symptome und Anzeichen bei sich bemerkt haben, ist nicht davon auszugehen, dass Ihr Risiko wegen Ihrer Erkrankung deutlich höher ist.

     

    Ich hatte eine Aspergillose. Bedeutet das für mich ein höheres Risiko, falls ich an COVID-19 erkranke?

    Das hängt davon ab, ob die Aspergillose bereits abgeklungen ist oder nicht. Wenn Sie erfolgreich behandelt wurden und sich gut fühlen, besteht wahrscheinlich kein erhöhtes Risiko. Ihr Komplikationsrisiko ist jedoch höher, wenn Sie zum Beispiel nicht mehr als 100 Meter gehen können, ohne wegen Atemnot eine Pause einlegen zu müssen, oder wenn Ihre Lungenfunktion aufgrund der Aspergillose verringert ist. In diesem Fall sollten Sie besonders darauf achten, die Social-Distancing-Regeln einzuhalten, und es wird Ihnen möglicherweise geraten, soweit wie möglich zu Hause zu bleiben.

     

    Bei mir liegt eine Agenesie der linken Lunge vor. Habe ich dadurch ein höheres Risiko, falls ich an COVID-19 erkranke?

    Es ist schwer, hier eine pauschale Aussage zu treffen, doch es ist wahrscheinlich. Bei Menschen mit schweren Lungenbeeinträchtigungen – zum Beispiel Personen, die eine verringerte Lungenfunktion aufweisen oder schon nach kurzen Gehstrecken (z. B. 100 Metern) an Atemnot leiden – besteht ein höheres Komplikationsrisiko. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin, ob Sie spezielle Maßnahmen zu Ihrem Schutz ergreifen (und sich beispielsweise abschirmen) sollten.

     

    Bedeutet ein hoher IgE-Wert ein höheres Risiko, an COVID-19 zu erkranken?

    Nein, ein hoher IgE-Wert ist an sich nicht mit einem höheren Risiko verbunden, an COVID-19 zu erkranken oder im Erkrankungsfall Komplikationen zu erleiden. Es gibt keine Belege dafür, dass der IgE-Wert im Zusammenhang mit COVID-19 eine Rolle spielt.

     

    Bei mir wurde eine Tracheostomie durchgeführt. Habe ich dadurch ein höheres Risiko, falls ich an COVID-19 erkranke?

    Ohne weitere Informationen ist das schwer zu beurteilen. Normalerweise ist das Risiko, Atemprobleme zu erleiden, nach einer Tracheostomie jedoch höher und damit auch die Gefahr, dass es im Erkrankungsfall zu Komplikationen kommt. Im Allgemeinen ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, dass die meisten COVID-19-Erkrankten – auch Menschen mit Vorerkrankungen – nach einem milden Verlauf mit grippeähnlichen Symptomen vollständig genesen.

     

    Ist bei Menschen, die an Rhinitis und Sinusitis leiden und an COVID-19 erkranken, ein schwererer Verlauf zu befürchten?

    Wahrscheinlich nicht – zumindest hat keine der bisher durchgeführten Analysen ergeben, dass es sich dabei um Risikofaktoren handeln könnte, und es gibt keine belastbaren Gründe dafür anzunehmen, dass dadurch das Risiko steigt, an COVID-19 zu erkranken oder im Erkrankungsfall Komplikationen zu erleiden.

  • Beatmung

    Ich mache mir Sorgen, dass es zu Engpässen bei Beatmungsgeräten kommen könnte. Können Sie Geräte empfehlen, die ich zu Hause verwenden kann?

    Beatmungsgeräte sollten nur von einer entsprechend ausgebildeten Fachkraft beschafft werden. Sie sollten sich kein solches Gerät anschaffen, sofern nicht die Beaufsichtigung durch eine Fachkraft gewährleistet ist

     

    Welche vorbeugenden Maßnahmen sollte ich ergreifen, wenn ich zu Hause Sauerstoff zuführe / einen Vernebler verwende?

    Wenn Sie zu Hause Sauerstoff zuführen, deutet dies darauf hin, dass Sie eine schwerwiegende Grunderkrankung der Lunge haben. Daher sollten Sie Maßnahmen ergreifen, um Ihr Risiko einer COVID-19-Infektion zu verringern. Zum Beispiel:

    • Vermeiden Sie den Kontakt mit kranken Personen. Bitten Sie erkrankte Freunde oder Verwandte, Sie nicht zu besuchen, und halten Sie mindestens 2 Meter Abstand zu kranken Personen, denen Sie in der Öffentlichkeit begegnen.
    • Berühren Sie Ihren Mund, Ihre Nase und Ihre Augen nicht mit ungewaschenen Händen.
    • Waschen Sie Ihre Hände gründlich, wenn Sie Oberflächen angefasst haben, die kontaminiert sein könnten. Waschen Sie Ihre Hände 20 Sekunden lang mit warmem Wasser und Seife.
    • Nehmen Sie Ihre gewohnten Medikamente weiter ein und setzen Sie die bisherige Behandlung fort, damit Ihre Lunge so gesund wie möglich bleibt.

     

    Ich habe obstruktive Schlafapnoe und trage eine CPAP-Maske. Sollte ich bezüglich der Folgen von COVID-19 etwas Besonderes beachten?

    Setzen Sie die Behandlung wie gewohnt fort. 

     

    Ich habe mehrere Erkrankungen und trage nachts eine CPAP-Maske. Ich mache mir Sorgen, dass meine Chancen, im Krankenhaus an ein Beatmungsgerät angeschlossen zu werden, aufgrund meiner anderen Erkrankungen schlechter als bei anderen Patienten stehen. Was soll ich tun?

    Zur Beruhigung: Die allermeisten Menschen, die sich mit COVID-19 infizieren, müssen nicht beatmet werden. Bei den meisten Menschen nimmt die Viruskrankheit einen milden Verlauf (vergleichbar mit einer Erkältung) und es kommt zur vollständigen Genesung. Das gilt auch für Menschen mit Vorerkrankungen.

    Europaweit erhalten Krankenhäuser zusätzliche Beatmungsgeräte und setzen zusätzliches geschultes Personal ein, damit bei Bedarf so viele Patienten wie möglich beatmet werden können.

    Das Wichtigste, das Sie tun können: Vermeiden Sie unter allen Umständen, sich mit dem Virus zu infizieren. Das heißt: Konsequente soziale Distanzierung. Aktuell sollten Sie den Kontakt zu Menschen außerhalb Ihres Haushalts so stark wie möglich reduzieren und strikte Hygienemaßnahmen einhalten. Außerdem gilt Folgendes:

    • Vermeiden Sie Kontakt zu Personen mit Symptomen der Coronavirus-Erkrankung (COVID-19). Symptome sind unter anderem erhöhte Temperatur und/oder neuer und anhaltender Husten
    • Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
    • Arbeiten Sie nach Möglichkeit von zu Hause aus. Ihr Arbeitgeber sollte Sie diesbezüglich unterstützen.
    • Meiden Sie große und kleine Menschenansammlungen an öffentlichen Plätzen. Bars, Restaurants, Freizeitzentren und ähnliche Einrichtungen werden vermutlich geschlossen, da sich Infektionen in geschlossenen Räumen mit mehreren Menschen leicht ausbreiten können.
    • Vermeiden Sie persönliche Treffen mit Freunden und Familie. Halten Sie Kontakt mithilfe von Kommunikationstechnologien, beispielsweise über das Telefon, das Internet und die sozialen Medien. Kontaktieren Sie Ihren Hausarzt oder grundlegende Dienste telefonisch oder über das Internet.

     

    Ich nutze eine NIV-Maske (nicht invasive Beatmung). Was soll ich bei einer Infektion tun?

    Die meisten COVID-19-Patienten zeigen nur milde Symptome, unter anderem Fieber und Husten. Das gilt auch für Patienten, die eine NIV-Maske nutzen. Je nach medizinischer Indikation für die NIV steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich bei Ihnen schwere Symptome zeigen, u. a. Dyspnoe (Atemnot) oder Hypoxämie (Sauerstoffmangel im Blut). Wenden Sie sich frühzeitig an Ihren Arzt, wenn sich die Symptome verschlimmern.

    Wenn bei Ihnen COVID-19 diagnostiziert wird, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Sie andere Personen anstecken, während Sie die NIV-Maske tragen, insbesondere aufgrund des Luftauftritts an der Schnittstelle. Aufgrund der High-Flow-Technik des Beatmungsgeräts können sich Viruspartikel rund um den Patienten ausbreiten. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche zusätzlichen Schutzmaßnahmen Sie treffen können.

     

    Ich nutze eine CPAP-Maske (continuous positive airway pressure, zu Deutsch kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck). Was soll ich im Falle einer Infektion tun?

    Die meisten COVID-19-Patienten zeigen nur milde Symptome, unter anderem Fieber und Husten. Das gilt auch für Patienten, die eine CPAP-Maske nutzen.

    Wenn bei Ihnen COVID-19 diagnostiziert wird, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Sie andere Personen anstecken, wenn Sie eine nicht invasive Beatmung (NIV) jeglicher Art erhalten. Aufgrund der High-Flow-Technik des Beatmungsgeräts können sich Viruspartikel rund um den Patienten ausbreiten. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche zusätzlichen Schutzmaßnahmen Sie treffen können.

     

    Ich werde invasiv beatmet. Was soll ich im Falle einer Infektion tun?

    Die meisten COVID-19-Patienten zeigen nur milde Symptome, unter anderem Fieber und Husten. Das gilt auch für Patienten, die invasiv mechanisch beatmet werden. Je nach medizinischer Indikation für die invasive Beatmung steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich bei Ihnen schwere Symptome zeigen, u. a. Dyspnoe (Atemnot) oder Hypoxämie (Sauerstoffmangel im Blut). Wenden Sie sich frühzeitig an Ihren Arzt, wenn sich die Symptome verschlimmern.

    Wenn bei Ihnen COVID-19 diagnostiziert wird, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Sie andere Personen anstecken, während Sie mechanisch beatmet werden, insbesondere aufgrund des Luftauftritts an der Tracheostomie. Aufgrund der High-Flow-Technik des Beatmungsgeräts können sich Viruspartikel rund um den Patienten ausbreiten. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche zusätzlichen Schutzmaßnahmen Sie treffen können.

     

    Könnten CPAP-Masken zu Beatmungsgeräten umfunktioniert werden? Falls ja, gibt es eine Möglichkeit, meine Maske für diesen Zweck zu spenden?

    Nein, Ihre CPAP-Maske würde im Krankenhaus nicht zum Einsatz kommen. Sie müssen während dieser Coronavirus-Epidemie Ihre üblichen Behandlungen fortsetzen, auch CPAP.

  • COVID-19

    Kann man sich mit COVID-19 mehrmals anstecken?

    Aktuelle Untersuchungen deuten darauf hin, dass sich nach der ersten Infektion eine Immunität gegen COVID-19 ausbildet, sodass es nicht möglich ist, sich erneut zu infizieren. Es gibt andere Viruserkrankungen wie z. B. Grippe und grippale Infekte, mit denen man sich mehrmals infizieren kann, da das Virus sich im Laufe der Zeit verändert. Wir werden erst in einiger Zeit wissen, ob dies auch bei COVID-19 der Fall sein kann.

     

    Hinterlässt eine COVID-19-Erkrankung Langzeitschäden an der Lunge?

    Bei den meisten Menschen, die an COVID-19 erkranken, kommt es zu einer vollständigen Genesung ohne bleibende Schäden. Bei sehr schweren Infektionen oder Fällen, in denen eine Beatmung auf der Intensivstation erforderlich ist, sind Auswirkungen auf die Lunge und Muskeln möglich. Ursachen hierfür sind sowohl das Coronavirus als auch die Folgen der Behandlung auf der Intensivstation. Mithilfe von Rehabilitationsmaßnahmen und Unterstützung können Patienten zu einem normalen Leben zurückkehren. Hiervon betroffen ist nur ein kleiner Prozentsatz der COVID-19-Erkrankten.

     

    Ich war an COVID-19 erkrankt und leide fast zwei Monate danach immer noch an Schmerzen im Brustraum. Ist das normal?

    Die meisten Menschen, die an COVID-19 erkranken, sind nach wenigen Tagen bis Wochen symptomfrei. Nach zwei Monaten sollten im Brustraum keine durch COVID-19 bedingten Schmerzen mehr auftreten.

    Bei manchen Menschen kommt es jedoch zu langfristigen Problemen und Komplikationen. Normalerweise klingen die meisten Symptome nach einer Weile von selbst ab, doch in einigen Fällen ist eine Röntgenuntersuchung oder Computertomografie nötig (eventuell auch weitere Tests), um dem Grund für die Komplikationen auf die Spur zu kommen. Besprechen Sie solche Symptome mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin.

     

    Worauf ist der stechende Schmerz in den Lungen zurückzuführen, von dem viele an COVID-19 Erkrankte berichten?

    Viele an COVID-19 Erkrankte berichten von Schmerzen oder Beschwerden im Brustraum, es handelt sich hier also um ein häufig auftretendes Symptom. Einem kürzlich veröffentlichten Bericht aus dem Vereinigten Königreich zufolge leiden mehr als 10 Prozent aller an COVID-19 Erkrankten an Schmerzen im Brustraum. Die wahrscheinlichste Ursache hierfür ist eine Entzündung des Brustfells (Pleura), weshalb auch von einer Pleuritis gesprochen wird. Häufig ist aber auch ein starker Husten der Auslöser für Schmerzen in den Brustmuskeln.

    Es ist wichtig, solche Schmerzen medizinisch abklären zu lassen, da sie nicht nur ein häufiges Symptom von COVID-19 sind, sondern auch andere ernsthafte Ursachen haben können.

     

    Werden die Fallzahlen sinken, wenn die Temperaturen steigen?

    Die Weltgesundheitsorganisation erklärte vor Kurzem, dass dies sehr unwahrscheinlich ist. Zwar sind Erkrankungen wie die Grippe im Winter stärker verbreitet, doch dies mag nicht nur an der Kälte, sondern auch dem Umstand liegen, dass wir im Winter mehr Zeit in geschlossenen Räumen verbringen und das Virus hier leichter übertragen wird. Die großen Ausbruchsherde liegen in Ländern mit deutlich höheren Temperaturen als in Europa. Das deutet darauf hin, dass sich das Coronavirus auch bei warmem Wetter leichter verbreitet.

     

    Wie lange wird es dauern, bis eine Behandlung gefunden wird?

    Die ersten Studien zur Behandlung der Erkrankung in China liefern bereits Ergebnisse. Darüber hinaus laufen aktuell viele weitere Studien. Nachweise für die Wirksamkeit einiger Behandlungen könnten schon sehr bald, d. h. in einigen Monaten, vorliegen. Ein Impfstoff wäre die wirkungsvollste Möglichkeit, die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Wissenschaftler rechnen in 12–18 Monaten mit einem fertigen Impfstoff. Die ersten Studien zu einer Impfung sind diese Woche (16.–22.03.2020) angelaufen.

     

    Kann COVID-19 über die Luft übertragen werden?

    SARS-CoV-2, das Virus, das COVID-19 auslöst, kann nicht über die Luft übertragen werden. Es verbreitet sich durch Tröpfcheninfektion. Das heißt, es kann kurze Distanzen zurücklegen, wenn jemand hustet oder niest und kleinste Wassertropfen mit dem Virus freigesetzt werden. Aus diesem Grund raten wir Ihnen dringend, aktuell 2 m Abstand zu anderen Menschen zu halten. Dieser Abstand schützt sie davor, diese Tröpfchen abzubekommen.

     

    Ist es noch immer richtig, dass sich das Virus bei den meisten Erkrankten kaum stärker als eine leichte Grippe zeigt?

    Ja, bei den allermeisten Erkrankten verläuft die COVID-19-Erkrankung symptomlos oder nur mit milden Symptomen.

     

    Was sind milde Symptome?

    Es kann sich um leichtere Beschwerden wie eine laufende Nase und Kopfschmerzen, aber auch um leichtes Fieber oder anhaltenden Husten über einige Tage hinweg handeln. COVID-19 scheint bei betroffenen Personen unterschiedlich zu verlaufen, doch bei den meisten Erkrankten verläuft die Krankheit mit milden Symptomen und ist nach wenigen Tagen überstanden.

     

    Ich habe einen grippalen Infekt oder eine Grippe. Kann ich gleichzeitig auch an COVID-19 erkranken?

    Wenn ich nicht an COVID-19 erkranken kann, weil ich bereits einen grippalen Infekt habe, sollte ich mir dann quasi vorbeugend einen solchen Infekt zulegen?

    Sie können auch an COVID-19 erkranken, wenn Sie andere Infekte haben. Aus China und anderen Regionen gibt es Berichte über Co-Infektionen, d. h. von zwei Infektionen zur gleichen Zeit. Fangen Sie sich keine Erkältung ein!

     

    Wie lässt sich eine Lungenfibrose stoppen, die durch COVID-19 verursacht wird?

    Wir wissen noch nicht, ob COVID-19 eine Lungenfibrose auslösen kann. Bei manchen Fällen des akuten respiratorischen Syndroms könnte eine Fibrose ausgelöst werden. Hiervon betroffen wäre nur ein sehr kleiner Prozentsatz aller COVID-19-Fälle. Hier besteht Forschungsbedarf, wie sich dies vermeiden lässt. Derzeit laufen in Europa mehrere Studien, in denen Behandlungen zur Verhinderung genau solcher Fälle getestet werden.

     

    Ich bekomme nie Fieber, wenn ich eine Grippe habe. Woher weiß ich dann, ob ich an COVID-19 erkrankt bin oder nicht?

    Fieber tritt bei COVID-19 häufig auf, ist aber nur eines von mehreren Symptomen, zu denen auch ein anhaltender Husten, Halsschmerzen, eine laufende Nase, Müdigkeit und in schweren Fällen auch Atembeschwerden gehören können. Diese Symptome können jedoch auch von anderen Viren ausgelöst werden bzw. mit anderen Erkrankungen des Brustraums in Zusammenhang stehen, sodass ein Test auf COVID-19 die einzige Möglichkeit darstellt, sich Gewissheit zu verschaffen.

    Wenn Sie an den beschriebenen Symptomen leiden (wie beispielsweise einem anhaltenden Husten), Ihre Symptome aber nicht so ausgeprägt sind, dass Sie im Krankenhaus behandelt werden müssen, sollten Sie davon ausgehen, an COVID-19 erkrankt zu sein, und sieben Tage zu Hause bleiben.

     

    Wirkt sich COVID-19 auf die Lungenkapazität aus?

    In den meisten Fällen lautet die Antwort nein. Es gibt jedoch Fälle, in denen es infolge von COVID-19 zu einem Verlust der Lungenkapazität oder einer Vernarbung der Lungen kommt, insbesondere bei intensivmedizinischer Behandlung. Wenn Sie schnell in Atemnot geraten oder körperlich nicht belastbar sind und sich keine Besserung einstellt, kann Ihr Arzt / Ihre Ärztin im Rahmen der Nachsorge einen Lungenfunktionstest veranlassen. Bei den meisten Menschen ist dies jedoch nicht nötig.

     

    Woran liegt es, wenn es durch es durch COVID-19 zu Atemversagen kommt?

    In schweren Fällen kann COVID-19 eine Lungenentzündung (Pneumonie) und in sehr schweren Fällen ein akutes Lungenversagen (Acute Respiratory Distress Syndrome, ARDS) auslösen. In all diesen Fällen werden die Blutgefäße, die die Lungen versorgen, aufgrund von übermäßigen Entzündungsprozessen durchlässig, was dazu führt, dass sich Flüssigkeit und Zellen in den Lungen ansammeln, die dort Schäden verursachen können. Bei manchen Menschen treten dann nur milde Symptome auf und es reichen Sauerstoff und Zeit, um eine Besserung herbeizuführen. In schweren Fällen bzw. bei akutem Lungenversagen kann allerdings ein Beatmungsgerät nötig sein, das die Atmung unterstützt, bis die Entzündungen zurückgehen und die Flüssigkeit verschwindet.

     

    Bei welcher Temperatur wird das Coronavirus (SARS-CoV-2) inaktiv? Ist es sinnvoll, sehr kalte Umgebungsluft einzuatmen?

    Leider ist nicht davon auszugehen, dass die Lufttemperatur nennenswerte Auswirkungen auf das Risiko hat, an COVID-19 zu erkranken. Das Virus kann sich sowohl in sehr warmen als auch in sehr kalten Ländern verbreiten. Extreme Lufttemperaturen können eine Ansteckung also nicht verhindern, dafür aber zu Atemproblemen führen.

     

    Kann COVID-19 eine Lungenembolie auslösen?

    Bei einer großen Zahl von COVID-19-Erkrankten, die auf der Intensivstation behandelt werden, liegt eine Lungenembolie vor. Dies liegt an durch COVID-19 ausgelösten Entzündungsprozessen und an dem Bewegungsmangel, der mit dem Aufenthalt auf einer Intensivstation verbunden ist. Es gibt jedoch keine Belege für ein höheres Lungenembolie-Risiko bei COVID-19-Erkrankten mit einem milden Verlauf, die zu Hause genesen.
    Ich leide an einer (idiopathischen) Lungenfibrose. Habe ich dadurch ein höheres Risiko, falls ich an COVID-19 erkranke?

    Ja, da diese Erkrankung die Lungenfunktion verringert, werden Menschen mit IPF der Hochrisikogruppe zugeordnet und sind angehalten, besonders darauf zu achten, die Social-Distancing-Regeln einzuhalten und soweit wie möglich zu Hause zu bleiben.

     

    Ist es möglich, sich über die Hautpartikel/Schuppen anderer Menschen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) zu infizieren?

    Nein, das Virus wird in den meisten Fällen durch Wassertröpfchen übertragen, die sich beim Husten oder Niesen verbreiten. Außerdem kann es zu einer Kontaktinfektion kommen, wenn die Tröpfchen durch Berührung von Person zu Person übertragen werden.

     

    Wenn ich mich drehe, kann ich ein seltsames Luftgeräusch im Brustraum hören (als würden meine Lungen aneinander reiben). Kann das auf COVID-19 hindeuten?

    Dieses Phänomen kenne ich weder aus eigener Anschauung noch haben mir Patienten oder Patientinnen bisher davon berichtet. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin darüber.

  • Weitere Informationen

    [1] Wir danken Professor James Chalmers, Professor an der Universität Dundee, Vorsitzender des Komitees für Atemwegserkrankungen (10.01) der European Respiratory Society (ERS) und stellvertretender Chefredakteur des European Respiratory Journal (ERJ), für diese Informationen.

    Klicken Sie auf diesen Link, um sich über die aktuellen Entwicklungen zu COVID-19 auf dem Laufenden zu halten.

    Wir arbeiten eng mit Atemwegsspezialisten der European Respiratory Society (ERS) zusammen, um so viele Fragen wie möglich zu COVID-19 zu beantworten. Weitere Fragen richten Sie bitte per E-Mail an: info@europeanlung.org.

    Wir erhalten sehr viele Fragen zu COVID-19. Daher können wir diese E-Mails nicht direkt beantworten. Wir werden die Fragen zusammenstellen und den Bereich mit Fragen und Antworten zu COVID-19 auf unserer Website regelmäßig um diese neuen Fragen ergänzen.

     

    Verlässliche Informationsquellen sind sehr wichtig. Wir empfehlen die folgenden Organisationen als Informationsquellen:

     

  • Haftungsausschluss

    Wir arbeiten eng mit Atemwegsspezialisten der European Respiratory Society (ERS) zusammen, um so viele Fragen wie möglich zu COVID-19 zu beantworten. Bitte beachten Sie jedoch, dass die hier bereitgestellten Inhalte lediglich der Information dienen und ein Gespräch mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin oder Ihrem Arbeitergeber nicht ersetzen können. Sie sollten stets den Empfehlungen des für Ihre Gesundheit zuständigen Fachpersonals Folge leisten. Wir sind keine staatliche Behörde und nicht in der Lage, Fragen zu Ihrer finanziellen/beruflichen Situation zu beantworten.

    Wir versuchen, auf so viele Fragen wie möglich einzugehen, können jedoch keine pauschalen Aussagen zu konkreten Fällen treffen, keine medizinischen Empfehlungen aussprechen und keine Behandlungsmöglichkeiten empfehlen. Bitte sehen Sie davon ab, uns persönliche Krankenberichte, Testergebnisse oder Fotografien zu übermitteln. Des Weiteren können wir keine Beratung zu Krankheiten bieten, die nicht in Verbindung mit Atemwegserkrankungen stehen.

    Wir ändern eingehende Fragen oft leicht ab, damit sie für einen größeren Personenkreis relevant sind. Bitte lesen Sie die Antworten hier sorgfältig durch um auszuschließen, dass die Frage, die Sie stellen möchten, bereits beantwortet wurde.

    Weitere Fragen richten Sie bitte per E-Mail an: info@europeanlung.org. Wir erhalten sehr viele Fragen zu COVID-19. Da es uns nicht möglich ist, all diese E-Mails direkt zu beantworten, fassen wir eingehende Fragen zusammen und ergänzen den Bereich mit Fragen und Antworten zu COVID-19 auf unserer Website regelmäßig um neue Inhalte.

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