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Teilnehmer der richtungsweisenden Konferenz der WHO gehen Selbstverpflichtungen zur Bewältigung der Auswirkungen von Luftverschmutzung ein

Teilnehmer der richtungsweisenden Konferenz der WHO gehen Selbstverpflichtungen zur Bewältigung der Auswirkungen von Luftverschmutzung ein

Die erste weltweite Konferenz der WHO zum Thema Luftverschmutzung und Gesundheit fand kürzlich, vom 30. Oktober bis 1. November 2018, in Genf statt. Die European Respiratory Society (ERS) und die European Lung Foundation (ELF) waren im Namen der zuständigen Angehörigen der Gesundheitsberufe und Patienten bei der Konferenz zugegen.

ZEIT ZU HANDELN

Die richtungsweisende Konferenz brachte Politiker, wissenschaftliche Experten und Aktivisten aus aller Welt zusammen, um Lösungen zu finden. Die Kernbotschaft der Veranstaltung war, dass es höchste Zeit ist, in Sachen Luftverschmutzung zu handeln, um die Gesundheit zu schützen. Dr. Maria Neira, Direktorin des Department of Public Health, Environmental and Social Determinants of Health bei der WHO, dazu: „Wir nennen Luftverschmutzung einen ‚unsichtbaren Mörder‘, doch ihr Einfluss auf nicht übertragbare Krankheiten ist deutlich sichtbar. In zehn Jahren werden wir nicht mehr sagen können, wir hätten es nicht gewusst.“

Im Rahmen der laufenden Kampagne „Healthy Lungs for Life“ sprachen Vertreter der ERS und der ELF auf der Konferenz.

Die Vorsitzende der ELF, Isabel Saraiva, nahm an einer Podiumsdiskussion teil, auf der diskutiert wurde, wie der Gesundheitssektor eine Vorreiterrolle bei der Prävention von durch Umweltverschmutzung bedingten Gesundheitsproblemen einnehmen kann.

Professor Barbara Hoffmann, Vorsitzende des ERS Environment and Health Committee, lieferte in ihrem Vortrag Beweise zu den Auswirkungen der Luftverschmutzung auf nicht übertragbare Krankheiten, sogar bei geringen Konzentrationen.

Mehrere aktive und ehemalige Mitglieder des Komitees – darunter Professor Francesco Forastiere, Professor Bert Brunekreef, Professor Isabella Annesi-Maesano und Professor Nino Künzli – nahmen ebenfalls an der Konferenz teil und sorgten dafür, dass der neueste Stand der Forschung berücksichtigt wurde.

Selbstverpflichtung zum Handeln

Der Abschlusstag der Konferenz war der Tag der „Prominenz“, an dem zahlreiche politische Führungspersönlichkeiten aus aller Welt teilnahmen – darunter Gesundheits- und Umweltminister sowie Bürgermeister.

Bei der Abschlusssitzung wurden die Teilnehmer dazu aufgefordert, ihre Selbstverpflichtung zur der Bewältigung der Luftverschmutzung bekanntzugeben. Repräsentanten aus verschiedenen Ländern und Regionen sowie von internationalen Organisationen gingen Selbstverpflichtungen ein.

Die ERS und die ELF nahmen an dieser Sitzung teil und verpflichteten sich im Namen von 28 medizinischen Verbänden und Patientenorganisationen zu aktiven Schritten, um die gesundheitlichen Folgeschäden durch Luftverschmutzung zu reduzieren, indem sie Maßnahmen zur Bildung und Aufklärung ergreifen. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf die Einbeziehung des Nachweises der Luftqualität in klinische Leitlinien, Ausbildung und Forschung sowie auf mögliche Schritte zur Verbesserung des Bewusstseins und des Kenntnisstandes von Patienten.

Schauen Sie sich die Videos der verschiedenen Konferenzsitzungen an.

Die Kampagne „Healthy Lungs for Life“ als treibende Kraft

Die Vorträge der führenden Vertreter der ERS und ELF sind nur einige der Aktivitäten, die im Rahmen der langfristigen Kampagne „Healthy Lungs for Life“ stattfinden. Es werden politische Entscheidungsträger, Angehörige der Gesundheitsberufe, Patienten sowie breite gesellschaftliche Kreise angesprochen. Die Kampagne soll die Bevölkerung auf die Bedeutung sauberer Luft zum Atmen und auf die Schritte aufmerksam machen, die jeder von uns ergreifen kann, um seine Lungen vor Luftverschmutzung zu schützen. Die Kampagne wird von allen unterstützt, denen die Lungengesundheit am Herzen liegt. Helfen Sie uns mit Ihrer eigenen Veranstaltung zu diesem Thema, um diese eindringlichen Botschaften weltweit bekannt zu machen.