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Pharmaunternehmen arbeiten an neuen Behandlungsformen für schweres Asthma

Pharmaunternehmen arbeiten an neuen Behandlungsformen für schweres Asthma

Pharmaunternehmen arbeiten derzeit an der Entwicklung neuer, injizierbarer Medikamente für die Behandlung von Patienten, die an schwerem Asthma leiden und nicht gut auf herkömmliche Inhalatoren ansprechen.

Da schweres Asthma einen relativ neuen Bereich des Gesundheitswesens darstellt, konkurrieren die Unternehmen momentan um die Führungsposition auf diesem Gebiet. 

Trotz der Fortschritte, die in den letzten Jahrzehnten erzielt wurden, haben bis zu 20% aller Patienten, die standardmäßig behandelt werden (d.h. mit inhalativen Steroiden und lang wirkenden Beta-Agonisten, die die Bronchien öffnen sollen), ihre Erkrankung  noch immer nicht gut im Griff.

Neue Medikamente auf Antikörperbasis zielen auf die wichtigsten Chemikalien ab, die im Körper eine Entzündung der Bronchien verursachen und somit Asthmasymptome auslösen. Elisabeth Bel, designierte Präsidentin der European Respiratory Society, meint dazu: "Ich bin sehr optimistisch, was diese neuen Medikamente betrifft. Wir haben an mehreren Versuchen mit den neuen biologischen Wirkstoffen teilgenommen und einige fantastische Ergebnisse gesehen."

Besonders wichtig ist, dass die neuen Medikamente einen individuell orientierten Ansatz für die Behandlung von Asthma ermöglichen: Patienten werden dabei so genannten Biomarker-Bluttests unterzogen, um ihre Reaktion auf die Medikamente im Vorfeld abschätzen zu können. 

Das von der EU finanzierte U-BIOPRED Projekt, an dem die European Lung Foundation als Partner mitwirkte, zielt ebenfalls darauf ab, die verschiedenen Typen von schwerem Asthma zu definieren. Dies soll den Pharmaunternehmen dabei helfen, einen individuellen Behandlungsansatz möglich zu machen.

Lesen Sie das ELF-Fact Sheet zu schwerem Asthma