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Das Leben in Wohngegenden mit einer schlechteren Begehbarkeit könnte das Asthma-Risiko von Kindern erhöhen

Das Leben in Wohngegenden mit einer schlechteren Begehbarkeit könnte das Asthma-Risiko von Kindern erhöhen

Forscher in Kanada haben einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Leben in Vierteln mit schlechterer „Begehbarkeit“ (walkability) und Asthma bei Kindern gefunden.

Die entsprechende Studie, die in den Annals of the American Thoracic Society veröffentlicht wurde, beruft sich auf Daten aus einem größeren Forschungsprojekt, das die Gesundheit von 326.383 Kindern, die zwischen 1997 und 2003 im Großraum Toronto geboren wurden, überwachte.

Die Forscher untersuchten die Gesundheitsdaten der Kinder, um festzustellen, ob sie an Asthma erkrankten, und wenn dies der Fall war, ob sie die Erkrankung über die komplette Kindheit begleitete. Sie bewerteten auch, wie „begehbar“ (walkable) die Wohngegend war, in der die einzelnen Kinder lebten. Kriterien für Begehbarkeit waren, wie viele Menschen dort lebten, wie viele Gebäude es gab, wie einfach es war, Orte wie Schulen und Geschäfte zu erreichen, und wie gut die Straßen miteinander verbunden waren.

Nachdem die Wissenschaftler diese beiden Messgrößen gegeneinander abgewogen hatten, kamen sie zu dem Schluss, dass bei Kindern, die in weniger begehbaren Wohngegenden geboren wurden, das Risiko, an Asthma zu erkranken, höher war. Sie fanden ferner heraus, dass bei Kindern mit Asthma aus Wohngegenden mit schlechterer Begehbarkeit eine höhere Wahrscheinlichkeit bestand, dass die Symptome anhielten.

Diese Ergebnisse veränderten sich auch nicht, wenn andere Faktoren berücksichtigt wurden, die sich auf die Wahrscheinlichkeit, an Asthma zu erkranken, auswirken können – wie Geschlecht, Frühgeburt, Einkommen im jeweiligen Wohngebiet, Fettleibigkeit und allergische Erkrankungen.

Basierend auf ihren Ergebnissen kamen die Forscher zu dem Schluss, dass es einen Zusammenhang zwischen einem Mangel an körperlicher Aktivität und der Entstehung von Asthma bei Kindern geben könnte. Sie empfehlen daher, dafür zu sorgen, dass Gemeinden besser zu Fuß zu erschließen sind, z. B. indem mehr Gehwege gebaut werden und Lebensmittelgeschäfte in der Nähe von Wohngebieten angesiedelt werden.

Hier gelangen Sie zur vollständigen Pressemitteilung.

Hier gelangen Sie zum Abstract des Artikels in der Fachzeitschrift.

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